Projekte & Forschung

Das COMPAS-Projekt (COmprehensive Multiprofessional Education for improving, distributing, and implementing PAtient Safety and maintenance of workforce in the Euregio Meuse-Rhine)

Zielstellung des Projektes

Das COMPAS Projekt besteht aus zwei großen Säulen:
Patientensicherheit mit den Themenbereichen Weiterbildung und Fehlermanagement sowie Organisationelle Resilienz

  • Entwicklung eines umfassenden multiprofessionelen Weiterbildungs- und Trainingsmodules zur Verbesserung der Patientensicherheit
  • Implementierung und Verbreitung einer umfassenden und multiprofessionellen Weiterbildung in der Euregio Maas- Rhein
  • Aufrechterhaltung der Arbeitskraft
  • Optimierung von Prozessen mit dem Ziel der Förderung von human resources

langfristige Ziele:

  • Qualifizierungsstrategien für Healthcare Safety und Prozessoptimierung
  • Entwicklung von micro degrees
  • Blueprint: Masterstudiengang Patientensicherheit und Innovationsmanagement

 

Informationen über Projektpartner

  • Universität Maastricht
  • Universität Liege

 

Das COMPAS-Projekt besteht aus fünf Arbeitspaketen:

  1. Curriculum mapping and analyzing existing curricula
  2. Educational methods and blueprint
  3. Development and elaborating of individual trainings and educational framework
  4. Maintenance of workforce - error management and resilience
  5. Pilot studies, evaluation and implementation

 

Interreg- und EU-Förderung

Gefördert wird das Projekt aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung im Rahmen des Programms Interreg V-A Euregio Maas-Rhein.
Das Programm Interreg V-A Euregio Maas Rhein (EMR) investiert im Zeitraum bis 2020 fast 100 Mio. Euro in die Entwicklung dieses Interreg-Gebiets. Das Gebiet erstreckt sich bis nach Löwen im Westen bis zu den Grenzen Kölns im Osten und reicht von Eindhoven bis zu den Grenzen Luxemburgs. Über 5,5 Mio. Menschen leben in dieser grenzüberschreitenden Region, in der das Beste aus drei Ländern in einer echten europäischen Gesellschaft vereint wird.
Mit dieser Investition von Mitteln aus EU-Fonds in die Interreg-Projekte der regionalen Projektpartner investiert die EU direkt in die wirtschaftliche Entwicklung, Innovation, territoriale Entwicklung sowie soziale Inklusion und Bildung in diesem Gebiet.

 

Links zur Website:

COMPAS-Homepage

COMPAS-Vorstellung auf Interreg

 

Unsere Co-Finanzierer:

SafePat - Developing excellence in patient safety in cross-border regions through standardized procedures, policies and innovative tools

SafePat ist ein Projekt zur Verbesserung der Patientensicherheit in der Euregio Maas Rhein.

Hier arbeitet ein internationales, interdisziplinäres und interprofessionelles Team aus den folgenden Kliniken und Instituten zusammen:

  • AIXTRA Kompetenzzentrum für Training und Patientensicherheit - Uniklinik RWTH Aachen
  • Universität Maastricht
  • Open Universiteit Nederlands OUNL
  • Universität Hasselt
  • Zuikenhus Ost Limburg, ZOL
  • CHR Citadelle, Liege.

Die Projektpartner haben es sich zur Aufgabe gemacht mittels grenzüberschreitender Zusammenarbeit eine Verbesserung der Patientensicherheit für alle Bürgerinnen und Bürger der Euregio Maas-Rhein herbeizuführen.

SafePat strebt eine Minimierung der Risiken, die im Rahmen der medizinischen Versorgung auftreten an. Mittelfristig soll es dadurch zur Qualitätserhöhung und Kostenoptimierung kommen.

Die Umsetzung erfolgt in einem „6 Phasen-Plan“. Dieser reicht von der Analyse des Ist-Zustandes an den verschiedenen Standorten über die Entwicklung innovativer Ausbildungs-Tool für Ärzte und Medizinstudierenden bis zur Stärkung der Patientenrechte und Etablierung von Trainings für medizinisches Fachpersonal und Leadership-Kursen. Erste Pilotstudien und Umfragen konnten abgeschlossen werden und die ausstehenden Ergebnisse werden zeitnah veröffentlicht. Weitere Publikationen finden sie unter www.Safepat.eu

Das Projekt SafePat wird über das Interreg Euregio Maas-Rhein Programm aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.

Weitere Details finden Sie unter folgenden Links:
https://www.interregemr.eu/projekte/safepat-de
https://www.safepat.eu/

Unsere Partner:

SafetE-car

Wenn es nach der deutschen Bundesregierung geht, so sollen bis zum Jahr 2020 auf Deutschlands Straßen eine Million rein elektrisch getriebene Fahrzeuge unterwegs sein.

Aufgrund der bisher noch sehr spärlichen Verbreitung von Elektroautos, ist die Erfahrung mit Verkehrsunfällen an denen ebensolche beteiligt sind erwartbar gering.

Im Rahmen des bundesweiten Projekts „SafetE-car“ stellen wir uns im AIXTRA die Aufgabe Rettungsdienstleister fit für den Einsatz rund ums Elektroauto und somit fit für die Zukunft zu machen. Schließlich stellen die veränderten technischen Gegebenheiten für viele noch eine große Unbekannte in Bezug auf den korrekten Umgang mit dem Fahrzeug im Schadensfall dar. Daher werden bisher gängige Algorithmen zur Notfallversorgung Schwerverletzter in einem mehrstufigen Verfahren auf deren Anwendbarkeit bei E-Auto-Unfällen überprüft. Mögliche Anpassungen werden theoretisch und praktisch evaluiert und schließlich Empfehlungen zur Traumaversorgung erarbeitet.

Implementierung Patientensicherheit im Blockpraktikum Anästhesie, Intensiv- und Notfallmedizin (AIN)

Im Rahmen der Förderung eines Innovativen Lehrprojektes der Fakultät konnten MitarbeiterInnen des AIXTRAs in das einmonatige Blockpraktikum erstmalig ein Curriculum zum Thema Patientensicherheit und Patientenübergaben fest implementieren.

Schwerpunkte wurden dabei in folgenden Bereichen gesetzt: Integration eines Einführungsseminars zum Thema Patientensicherheit und Fehlerkultur in der Medizin; Beginn einer Grundlagenvorlesung in den Vorlesungsplan; Wissensvermittlung im Bereich der Patientenübergabe während der Unterrichtseinheiten des Blockpraktikums; Fallbasiertes praktisches Training von Patientenübergaben in den Kontexten der Anästhesie, Intensiv- und Notfallmedizin unter Einbeziehung der CAS-Teaches sowie der Simulatortrainings im AIXTRA; Strukturierung von patientennahen/bettseitigen Übungen während der Unterrichtseinheiten im OP und auf der Intensivstation.

Die Implementierung wurde neben der üblichen Lehrevaluation durch eine Studie begleitet.

Patient

Übergaben und Übergabeprozesse (medical Handover) sind in der Medizin ein häufiger Grund für Verzögerungen und Informationsverluste. Probleme können schlimmstenfalls zu Behandlungsfehlern führen. Somit haben diese entscheidende Auswirkung auf Patientensicherheit.

Das aus EU Geldern geförderte, internationale Projekt "Patient" hat das Vorhaben definierte medizinische Übergabeprozesse zu verbessern. Im Rahmen des Projektes entwickeln wir Lehrkonzepte für unsere Studierende und führen Studien zur Qualitätssicherug und Implementierung durch.

Forschung

Im Rahmen einer kontinuierlichen Qualitätssicherung und Ausbildungsforschung kümmern sich Mitarbeiter aus den Bereichen Medizin, Kommunikationswissenschaft und Psychologie um die wissenschaftliche Begleitung der Unterrichtskonzepte. Evaluationen der verschiedenen Kurse zeigen zum einen eine hohe Akzeptanz und Begeisterung bei den Teilnehmern, zum anderen eine Verbesserung der selbsteingeschätzten Sicherheit in den relevanten Kompetenzen.

Um auf dem neusten Stand der Lehr- und Lern-Forschung zu bleiben, engagieren sich die Mitarbeiter des AIXTRA in nationalen und internationalen Gremien der medizinischen Ausbildung und sind auf entsprechenden Tagungen präsent. Bislang konnten so, in über 100 Poster-Beiträgen und Vorträgen sowie ca. 20 Publikationen Aachener Konzepte, der wissenschaftlichen Öffentlichkeit präsentiert werden.

Im Jahr 2012 wurden das AIXTRA als Standort für das "Innovationscluster Lehre des Landes Nordrhein-Westfalen" zum Themenbereich "Praktische Fertigkeiten" ausgewählt. Entsprechende Erfahrungen fließen in das universitätsweit organisierte "Kompetenzzentrum für Aus-, Weiter- und Fortbildung in der Medizin" ein, welches seinen Sitz am AIXTRA hat.

Zudem ist das AIXTRA an dem RWTH-weiten und vom Stifterverband ausgezeichneten Konzept "Studierende im Fokus der Exzellenz" und dem geförderten Bund-Länder-Programm zum "Qualitätspaket Lehre" beteiligt.